Räume gestalten
Die Gabe von uns Menschen ist es, Räume zu gestalten.
Zwar können wir nicht garantieren, was in ihnen geschieht,
doch wir können sie so gestalten,
dass wir uns selbst und andere darin willkommen heißen.

Im Gebet ist es so. 
Ich gestalte den Raum, dass mein Körper Freude daran findet,
sich selbst zu spüren und zur Ruhe zu kommen.
Mein Körper wird zu dem Raum, in den ich Gott einlade, zu wohnen.

Im Miteinander ist es auch so.
Ich gebe meinen Beitrag, dass es eine gute Begegnung wird.
Zugleich kann ich den anderen, die andere nicht dazu zwingen.

Ich kann nicht garantieren, dass das Miteinander gelingt.
Kommunikation und Spiritualität im Zusammenspiel –
lassen wir uns doch einmal auf diesen Gedanken ein,
dass sie eine ganze Menge miteinander zu tun haben.

Was sie verbindet, ist die „Raumgestaltung“.
In der Suche nach der Verbindung zu Gott,
zu sich selbst und zu anderen geht es darum,
Räume zu gestalten, in denen Begegnung sich ereignet
und Leben gelingt.

Nicht Technik steht im Zentrum,
sondern die innere Haltung, aus der heraus dies geschieht.
Dem bewussten Innehalten kommt dabei zentrale Bedeutung zu.
Denn Raumgestaltung schließt das absichtsvolle Loslassen ein –
nicht um alles festzulegen, sondern um sich überraschen zu lassen.

Es geht darum, Räume freizugeben für das, was sich ereignen will.